Der Businessplan für Deine Bar: so geht‘s

Sei ehrlich, der Gedanke ist verlockend: Du sitzt in Deiner eigenen Bar, schlürfst einen Cocktail und schaust Dir die entspannten Gesichter Deiner Gäste an. Vielleicht kommen später sogar Freunde in Deinem Laden vorbei – kein Problem! Im Hintergrund spielt Deine Lieblingsmusik und die Atmosphäre ist einfach nur großartig. Das Ganze klingt nach einer echt coolen Idee! Am Besten ergreifst Du jetzt die Chance und planst die Dinge einmal richtig durch. Denn um eine Bar zu betreiben, solltest Du wirklich gut vorbereitet sein und einen stabilen Businessplan ausarbeiten – zu viele Läden machen schnell wieder dicht. Wir helfen Dir mit diesem Artikel, damit Du loslegen kannst.

1. Was ist das grundlegene Konzept?

Zuerst beschreibe Deine geplante Bar einmal allgemein:
  • Was macht die Bar besonders?
  • Welches Thema hat sie? (Beispiele: Strand-Feeling mit Sand auf dem Boden, Rockerbar mit Gitarren an der Wand, oder alles im Stile New Yorks?)
  • Welche formelle Firmenstruktur wird sie haben (Gmbh, uG, Verein, etc.?)
  • Was bietet Deine Bar, das die Konkurrenz nicht bietet?
Im amerikanischen Raum hat sich ein wichtiges Modell für die generelle Planung eines Geschäfts etabliert: SWOT. Das steht für „Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats“, zu deutsch also „Stärken, Schwächen, Möglichkeiten, Gefahren“. Gehe diese vier Punkte (mit Deinem Team) in Ruhe durch. Hinterher habt Ihr hoffentlich erkannt, wovor Ihr Euch schützen müsst und in welchen Momenten Ihr Rückenwind haben werdet.

2. Wie sieht der Markt aus?

An diesem Punkt stehen Deine zukünftigen Kunden im Mittelpunkt.
  • Wer sind Deine idealen Kunden? (Beispiele: Business-Leute, Jugendliche, Pärchen oder Motorradfahrer?)
  • Gibt es genug von ihnen (wo Du Deinen Laden eröffnen willst?)
  • Was suchen sie (was ihnen noch nicht geboten wird)?
  • Wo findest Du sie?
Schaue Dir dabei auch Deine Konkurrenz vor Ort an. Was bieten diese Läden Deiner Zielgruppe? Mit wie vielen Gästen können sie unter der Woche rechnen, und mit wie vielen am Wochenende? Da Du heutzutage über das Internet auch international Recherche betreiben kannst, schau Dir auf jeden Fall auch erfolgreiche Läden in Deiner Sparte an. Wenn Du New Yorker Cocktails im Stile der 1920er servieren willst, setzt das bestimmt schon jemand richtig gut um. Frage Dich immer wieder „Warum gehen diese Leute in diesen Laden? Was überzeugt sie?“ Je besser Du die Menschen in Deiner Zielgruppe verstehst, desto besser kannst Du sie später glücklich machen, sodass sie als Stammgäste immer wieder kommen.

3. Analysiere Deine geplanten Produkte und Dienstleistungen

In diesem Schritt blickst Du hinter die Kulissen. Gehen Menschen wirklich in eine Bar und bezahlen 10 Euro, um Cola gemischt mit Rum zu trinken? Wir denken, wenn es wirklich darum ginge, würden sie doch eher im Supermarkt einkaufen und zuhause bleiben. Je nach Zielgruppe wirst Du wahrscheinlich herausfinden, dass Deine zukünftigen Gäste mehr suchen. Wahrscheinlich Spaß, Entspannung, neue Erfahrungen, neue Menschen, Flirten und das Abschalten vom Alltag. Solche Gefühle und Erfahrungen sind also die „wirklichen“ Produkte und Dienstleistungen, die sie suchen. Du solltest daher ein gutes Verständnis davon haben, was für Deine Zielgruppe wichtig ist und wie sie diese Dinge in Deiner Bar erleben wird. Eine Bar für Studenten um die 20 wird z. B. mit Flipperautomaten und Billardtischen wahrscheinlich besser ankommen, als mit romantischem Kerzenschein oder exklusiven, teuren Cocktails. Ob Du also Luftballons bedrucken solltest (auf z. B. https://www.maxilia.de/luftballons-bedrucken/) oder doch lieber Kaffee direkt aus Italien importierst, sollte spätestens an diesem Schritt in der Planung klarer werden.

4. Finanzielle Planung

Nun solltest Du schon ziemlich gut wissen, wer Deine Konkurrenten sein werden, welche Dienstleistungen Du „wirklich“ verkaufst, und wie, und wem. Jetzt will das Ganze natürlich berechnet werden. Nimm Dir hierfür ausreichend Zeit, besprich Dich mit Profis und kalkuliere auch noch unbekannte Hindernisse und Rückschläge ein – auch wenn Du den lokalen Markt an diesem Punkt wirklich gut kennen solltest. Ein weiteres Thema, das an dieser Stelle nicht genug Platz hat, aber wichtig ist, nennt sich „Cash Flow“. Hier solltest Du Dich ebenfalls schlaumachen.

Wir wünschen viel Erfolg und tolle Erlebnisse!

Zu dieser Seite haben beigesteuert: Christin Mahler .
Seite zuletzt geändert: am Mittwoch, 18. April 2018 11:18:15 von Christin Mahler.