E-Voting

E-Voting beschreibt zunächst alle Formen von elektronischen Wahlen. Diese müssen nicht zwangsläufig online ablaufen. Der Einsatz von Wahlcomputern kann beispielsweise auch als E-Voting bezeichnet werden.



E-Voting und E-Participation

E-Voting ist neben E-Participation ein weiterer wichtiger Bestandteil einer modernen, technikorientierten Auseinandersetzung mit Politik. Beide Bereiche schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich vielmehr. Stellt E-Participation den Prozess der Meinungsbildung dar (sei es durch Online-Diskussionsforen, Wikis oder Soziale Medien) konzentriert sich E-Voting hauptsächlich um den Akt der Entscheidung bei einem politischen Sachverhalt, vergleichbar mit dem Gang zu einer Wahlurne.

Einsatz von E-Voting

Die "elektronische Wahl" (E-Voting) bzw. der Einsatz von Internettechnologien zur Stimmabgabe bei Wahlen wird schon seit längerem diskutiert, ist jedoch noch kaum umgesetzt. Die BefürworterInnen erhoffen sich ua. eine höhere Wahlbeteiligung vor allem bei der Zielgruppe der Jugendlichen. E-Voting kam bisher in erster Linie bei Kommunalwahlen oder Interessensvertretungswahlen zum Einsatz. Erste konkrete Schritte zur Ermöglichung von E-Voting in Österreich wurden 2001 mit der Verabschiedung des neuen Hochschülerschaftsgesetzes und dem neuen Wirtschaftskammergesetz getan, das die rechtlichen Rahmenbedingungen für E-Voting bei Wahlen vorsieht.

Probleme beim Thema E-Voting

Das Thema Sicherheit ist eines der großen, bis dato, ungelösten Probleme von E-Voting. Es kann wahrscheinlich niemals so sicher wie eine klassische Urnenwahl werden, da es viel mehr Angriffspunkte und Fehlerquellen gibt. Speziell Online-Wahlen, wie sie 2009 bei der Wahl zur Österreichischen HochschülerInnenschaft durchgeführt wurden, sind anfällig für Manipulationen und weisen Probleme beim Datenschutz auf. Darüber hinaus kann bei E-Voting, und im Speziellen bei der Online-Wahl zu Hause, niemals sicher gestellt sein, ob und in welchem Ausmaß die eigene Stimmabgabe von Umwelteinflüssen beeinträchtigt oder sogar manipuliert wird. Dies würde zu erheblichen Problemen führen, vor allem, weil dadurch die verfassungsrechtlich geschützten Grundfreiheiten von Wahlen verletzt werden.


Was bei E-Voting zu beachten ist

  • Mögliche Verfälschung des Wahlergebnisses durch beeinträchtigende Umwelteinflüsse (keine Garantie einer geheime und gleichen Wahl).
  • Die Wahlbeteiligung kann jedoch durch eine Vereinfachung des Wählens erhöht werden.
  • Daraus kann aber auch eine Entwertung des Wählens resultieren. Es kann sein, dass man sich nicht mehr bei der Wahl Zeit lässt und seine politische Verantwortung außen vor lässt (Stichwort „junk vote“).


Siehe auch



Quellen


Zu dieser Seite haben beigesteuert: CM , Katha , Team PoliPedia , polisteve , Petra Mayrhofer und Eva Ganglbauer .
Seite zuletzt geändert: am Freitag, 13. Dezember 2013 09:15:04 von CM.