Integrationsmöglichkeiten

Ina-Maria Greverus nennt 5 Möglichkeiten der Lösung von Konflikten, die aus Kulturunterschieden zwischen Einheimischen und Zugewanderten entstehen.

Fünf Möglichkeiten

Den Zugewanderten stehen ihrer Meinung nach 5 Wege theoretisch offen:
  1. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern seiner Kultur bildet er eine Enklave (Ghetto?) in der fremden Umwelt, in der das alte Kulturverhalten beibehalten werden kann.
  2. Er versucht, sich der fremden Kultur vollkommen anzupassen, indem er ihre Verhaltensmuster übernimmt und diejenigen seiner Ausgangskultur ablegt.
  3. Er tritt mit den Mitgliedern der fremden Kultur in Kommunikation und Interaktion, um in einem wechselseitigen Prozess kulturelle Erfahrungen und Verhaltensweisen auszutauschen.
  4. Er versucht für die Erreichung seiner Ziele, die in der Ausgangsgesellschaft liegen und die Rückkehr bedingen, die notwendigen Verhaltensmuster (z.B. im Arbeitsbereich) zu übernehmen, ohne in anderen Bereichen (z.B. Freizeit, religiöses Verhalten) seine traditionellen Verhaltensformen zu ändern.
  5. Er versucht, seine Kulturverhaltensmuster gegenüber den Einheimischen durchzusetzen.“

Zusammenfassung

Prof. Dr. Georg Hansen von der Fernuniversität Hagen bezeichnet diese Stufen im Studienbrief „Zum Spannungsverhältnis von Integration und Segregation“ als:
  1. Segregation
  2. Assimilation
  3. Gleichberechtigte Akzeptanz
  4. Partielle Assimilation
  5. Kolonisation

„Die Wahl des Weges ist nicht in das Belieben der Zuwanderer gestellt (Es sei denn, sie sind machtüberlegen). Vielmehr definieren die Einheimischen die Bedingungen für die Zuwanderer.


Quellen

  • Ina-Maria Greverus, Kultur und Alltagswelt. München 1978, S. 12
  • Prof. Dr. Georg Hansen, Fernuniversität Hagen, Studienbrief „Zum Spannungsverhältnis von Integration und Segregation“ Nr. 3831, S. 70
  • BMI: Integrationsstudie


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