Wirtschaftskammern

Die Wirtschaftskammern stellen die gesetzlichen Interessenvertretungen der Wirtschaftstreibenden gegenüber dem Staat und anderen Gruppen der Erwerbstätigen dar. In ihr sind mehr als 300.000 Betriebe in Österreich als Mitglieder gelistet. Zum Ziel haben sie die Mitgestaltung von wirtschaftlichen Rahmenbedingen in der staatlichen Rechtsordnung, Wirtschaftsförderung, Wissensvermittlung (WIFI) und Außenwirtschaftsförderung. Weiters verhandelt die WKO die Kollektivverträge. Jedes Bundesland in Österreich hat eine eigene Landeskammer inne, von welchen die Wirtschaftskammer Wien am größten ist. Die Wirtschaftskammer Österreich ist sozusagen der Dachverband aller Landeskammern und hat die Aufgabe zu koordinieren.

Die Wirtschaftskammer Österreich gliedert sich in sieben Sparten. Diese sind:
  • Gewerbe und Handwerk
  • Industrie
  • Handel
  • Bank und Versicherung
  • Transport und Verkehr
  • Tourismus und Freizeitwirtschaft
  • Information und Consulting
Diese Sparten wiederum werden in Fachgruppen und Fachverbände (bzw. Innungen in der Sparte „Gewerbe und Handwerk“) unterteilt.

In Österreich herrscht eine gesetzliche Pflichtmitgliedschaft für beinahe alle Zweige der gewerblichen Wirtschaft. Die WKO ist gegenüber dem Staat weisungsfrei, sie unterliegt nur der Rechtsaufsicht des Wirtschaftsministeriums. Der WKO gehören rund 130 Fachverbände an. Die Finanzierung erfolgt durch verschiedene Beiträge der Unternehmen.

Aufgaben der Wirtschaftkammer

Die Wirtschaftskammer hat zum Ziel, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der ihre Mitglieder agieren, so weit als möglich positiv zu beeinflussen. Sie vertritt die österreichischen Betriebe von Gemeindeebene an bis hin im globalen Kontext. Dies passiert auf mehreren Ebenen. Erstens agiert die Wirtschaftskammer im innenpolitischen Diskurs als Interessensvertretung. Auf der anderen Seite bietet sie selbst auch viele Förderungen für ihre Mitglieder an. Es wären hier unter anderem Schulungen oder GründerInnenservice zu nennen. Zusätzlich unterstützt sie österreichische Unternehmen beim Export und Import durch 115 Stützpunkte in 70 Ländern der Welt.

Wahl zum Arbeitgebervertreter

Die Wirtschaftskammerwahl ist die Wahl der Interessenvertreter der Arbeitgeber in dieser Organisation. Die Unternehmer wählen hierbei alle 5 Jahre den direkten Vertreter der eigenen Fachgruppe oder Innung. Die Mitglieder der übrigen „Kollegialorgane" (der Fachverbandsausschüsse, der Spartenkonferenzen sowie der Präsidien, Erweiterten Präsidien und Wirtschaftsparlamente der Kammern) werden gemäß dem Ergebnis durch indirekte Wahlen bestimmt. Es kann kandidieren den Parlamentparteien nahestehende Listen, sowie andere Gruppieren, wobei der Wirtschaftsbund der ÖVP klar dominiert. Derzeitiger Präsident der WKÖ ist Christoph Leitl.

Neben der Vereinigung der europäischen Wirtschaftskammer (EUROCHAMBERS) ist die Wirtschaftskammer auch Mitglied diversen anderen europäischer Verbände und Fachverbände.


Quellen

Wirtschaftkammer Österreich (11.12.2013)
Infofolder der WKO (11.12.2013)
Wirtschaftskammer Wien (11.12.2013)
AEIOU - Österrichlexikon (11.12.2013)

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Seite zuletzt geändert: am Mittwoch, 11. Dezember 2013 11:37:53 von CM.