Massenmedien


Einleitung

Massenmedien zeichnen sich dadurch aus, dass es möglich ist, eine große Menge von Menschen gleichzeitig mit Nachrichten zu erreichen. Traditionellerweise werden die Presse, das Fernsehen und der Hörfunk zu den Massenmedien gezählt. Produziert werden diese Nachrichten üblicherweise durch Organisationen, Medienanstalten etc., wohingegen die EmpfängerInnen Einzelpersonen sind.
Diese drei traditionellen Massenmedien habe alle gemein, dass die übertragenen Signale immer nur in eine Richtung fließen, d.h. vom Sender/von der Senderin zum Empfänger/zur Empfängerin. Durch das Aufkommen der digitalen Medien? (digitales Fernsehen, Internet? etc.) haben sich die Massenmedien weiterentwickelt und umfassen nun auch Medien und Techniken, mit denen nicht nur empfangen, sondern auch gesendet werden kann.

Einteilung

Medien lassen sich grundsätzlich auf verschiedene Art und Weise unterscheiden und einteilen. Die bekannteste Einteilung stammt von Harry Pross, der eine Dreiteilung nach primären, sekundären und tertiären Medien vornimmt. Unter primären Medien versteht man demnach Medien, die ohne (technisches) Gerät zwischen SenderIn und EmpfängerIn auskommen, wie zum Beispiel die Sprache. Die Sinne der Menschen reichen dabei zur Produktion, zum Transport und zum Konsum der Botschaft aus. Sekundäre Medien erfordern bloß bei der Produktion der Mitteilung auf Seiten des Senders/der Senderin technische Hilfsmittel; z.B. bei Zeitungen, Büchern etc. Die letzte Gruppe der tertiären Medien benötigt sowohl für die Herstellung und Übertragung als auch für den Empfang einer Mitteilung technische Hilfsmittel. Dazu zählen das Telefon, das Fernsehen, der Hörfunk und auch das Internet. Zum Beispiel braucht man bei der Produktion von Fernsehsignalen u.a. Kameras und Schnittgeräte, die Signale werden dann über Antenne, Kabel oder Satellit zu den EmpfängerInnen gesendet, wo sie über die Fernsehgeräte empfangen werden können.

Eine andere bekannte Unterscheidung erfolgt durch Marshall McLuhan, der nach heißen und kalten Medien unterscheidet. Erstere sprechen nur einen Sinn des Menschen an, sind material- und detailreich und verlangen auf EmpfängerInnen-Seite nur geringe persönliche Beteiligung. Kalte Medien wiederum sprechen mehrere menschliche Sinne an, sind detailarm und verlangen nach einer hohen Beteiligung und Aktivität des Publikums. Heiße und kalte Medien werden immer vergleichend betrachtet, da eine eindeutige Einteilung nicht möglich ist. Zum Beispiel ist ein Radio "heißer" als ein Telefon.

Des Weiteren existieren noch einige andere Einteilungen, wie zum Beispiel von Kubicek, der Medien nach 1. und 2. Ordnung unterscheidet.

Funktion der Massenmedien

In einer demokratischen Gesellschaft werden den Massenmedien verschiedene Funktionen? zugeschrieben, die sich zum Teil recht stark überschneiden. Die bekanntesten drei Aufgaben dabei sind Information, Unterstützung in der Meinungsbildung sowie Kontrolle und Kritik. Zu weiteren Funktionen zählen aber auch Unterhaltung und Bildung.

Information

Die Informationsfunktion kann als die wichtigste Funktion der Massenmedien angesehen werden. Durch die Medien werden wir über Themen und Ereignisse informiert, von denen wir sonst ausgeschlossen wären, sie schaffen somit eine wichtige Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie. Mit diesen Informationen sollen die Bürgerinnen und Bürger soziale, wirtschaftliche, politische und ökologische Zusammenhänge verstehen und in weiterer Folge eine eigene Meinung dazu bilden können.
Aufgrund dieser wichtigen Funktion gibt es verschiedene Forderungen an die Massenmedien. Im optimalen Fall sollen sie sich um Vollständigkeit bemühen und alle Interessengruppen innheralb einer Gesellschaft zu Wort kommen zu lassen.
Vor allem der öffentlich-rechtliche Rundfunk, in Österreich ist das der ORF, ist gesetzlich verpflichtet, objektiv und ausgewogen über die gesellschaftlichen Vorkommnisse und Personen oder Gruppierungen zu berichten.

Meinungsbildung

Bei der Meinungsbildung nehmen die Massenmedien ebenfalls eine wichtige Funktion ein, sie haben die Aufgabe, zu informieren. Um sich eine Meinung zu etwas (zu einer Person, einem Ereignis, einem Gegenstand, einer politischen Meinung etc.) bilden zu können, greift auf man auf Erfahrungen und Wissen zurück und versucht auf deren Basis und anhand der Meinungen anderer seinen eigenen Standpunkt zu entwickeln. Viele Meinungen kommen erst durch die Information und die Verbreitung anderer Meinungen durch die Massenmedien zustande. Dies nennt man gemeinhin Wirklichkeitsvermittlung (im Gegenteil zur Wirklichkeitserfahrung).

Kontrolle und Kritik

Die Massenmedien nehmen der Politik gegenüber eine wichtige Kontroll- und Kritikfunktion ein, der sich die Parteien stellen müssen. Ohne Presse, Hörfunk, Fernsehen und seit Kurzem auch das Internet, die durch ihre Arbeit Missstände in Politik und Gesellschaft aufdecken und die Machtausübung in der Politik kontrollieren, würde eine Demokratie Gefahr laufen, der Korruption oder bürokratischen Willkür zu erliegen.

Quellen


Zu dieser Seite haben beigesteuert: CM , Katha , Team PoliPedia , Georg Heller und weinfurtnerp .
Seite zuletzt geändert: am Donnerstag, 12. Dezember 2013 17:27:05 von CM.